Förderperiode 2014–2020

Entwicklungsstrategie

RES "Altenburger Land" 2014-2020

Im Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 (Förderbereich LEADER) beauftragte der FEAL e.V. unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit die Erstellung einer Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) "Altenburger Land" 2014-2020. Diese wurde im August vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft genehmigt und der FEAL e.V. in seiner Funktion als Regionale LEADER-Aktionsgruppe (RAG) anerkannt. Die RES bildet damit die Grundlage für die Umsetzung von Projekten für die Entwicklung der Region in den nächsten Jahren.

Die RES ist maßgeblich an den Zielen der Verordnung zur „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER) der EU aus dem Jahr 2013 orientiert. Diese umfassen

  • die Förderung von Wissenstransfer und Innovation
  • die Verbesserung der Lebensfähigkeit der Landwirtschaft und die Förderung innovativer landwirtschaftlicher Techniken
  • die Förderung einer Organisation der Nahrungsmittelkette, einschließlich der Verarbeitung und Vermarktung von Agrarerzeugnissen
  • die Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der mit der Land- und Forstwirt-schaft verbundenen Ökosysteme
  • die Förderung einer ressourceneffizienten und nachhaltigen Wirtschaft
  • die Förderung der sozialen Inklusion, der Armutsbekämpfung und der wirtschaftlichen Entwicklung

Als Ergebnis einer umfangreichen Analyse der regionalen Strukturen und Gegebenheiten sowie unter Einbezug der Ideen und Anregungen zahlreicher regionaler Akteure wurden in der RES außerdem die folgenden Entwicklungsziele für die Region formuliert:

  • der Ausbau der regionalen Wertschöpfungsketten
  • die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen
  • die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze
  • die Förderung der Vernetzung, Kooperation und Zusammenarbeit regionaler Akteure
  • die Zentralisierung wichtiger Versorgungsangebote in den dörflichen Siedlungskernen
  • die Stärkung gemeinschaftlich-sozialer Infrastruktur für die Aufrechterhaltung der Lebensqualität
  • die Weiterentwicklung von Bildungs-, Erlebnis- und Begegnungsangeboten im Bereich Umwelt & Natur sowie Kultur & Tradition
  • die Stärkung der regionalen Identität, insbesondere von jungen Menschen
  • die Aufwertung und Vernetzung bestehender touristischer Angebote
  • die Verbesserung angebotsübergreifender touristischer Vermarktung
  • Quer zu allen Entwicklungszielen: die Förderung von Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz

Die Umsetzungsphase der Regionalen Entwicklungsstrategie besteht zu wesentlichen Teilen in der Realisierung konkreter Projekte in der Region. Mit Bezug auf die definierten Entwicklungsziele wurden 3 Handlungsfelder als thematische Schwerpunkte der Projektumsetzung definiert:

  • Handlungsfeld 1: Regionale Natur- und Kulturlandschaft
  • Handlungsfeld 2: Daseinsvorsorge und Gemeinschaft
  • Handlungsfeld 3: (Land-)Wirtschaft